
Szentgyörgyis Weggang wiegt noch schwerer
Partenstein verliert zum dritten Mal in Folge
HSC Coburg II – TSV Partenstein 29:23 (14:12).
Partensteins Top-Schütze und Spielmacher »Jojo« Szentgyörgyi wechselt in wenigen Tagen zum Liga-Konkurrenten DJK Waldbüttelbrunn. Diese Nachricht vom Verlust des beliebten Ungarn hat am Wochenende in Partenstein noch heftiger eingeschlagen als die dritte Niederlage in Folge, die der TSV gestern Nachmittag in Coburg kassierte.
Zu den Hintergründen des Wechsels wollte sich Teammanager Harald Lieber gestern noch nicht äußern.
Auf dem Parkett lief es für die Spessarter auch gestern nicht nach Wunsch. Nach neun Start-Siegen in Folge ging der ehemalige Tabellenführer zum dritten Mal nacheinander leer aus. Gegen eine in allen Bereichen überlegene Coburger Mannschaft hatte der TSV über weite Strecken nicht viel zu bestellen. Zwar war der Gast im ersten Durchgang zumindest nach Treffern meistens auf Augenhöhe. Dies war jedoch in erster Linie der tadellosen Leistung von Matjas Varga im Tor zu verdanken. »Er hat uns im Spiel gehalten«, lobte Trainer Manfred Wirth seine Nummer eins.
Am Ende war der Coburger Sieg auch in der Höhe verdient. Die Deckung der Gastgeber war für beinahe alle Angriffsversuche der TSVler zu stark. Vor allem Tobias Schreier kam mit dem Druck der gegnerischen Abwehr kaum zurecht. »Wir hatten zu wenig Platz, Tobi braucht halt ein, zwei Schritte Anlauf, und die hatte er in dem Spiel eben nicht«, kommentierte der Trainer die Abschlussschwäche. Insgesamt als »zu harmlos« bezeichnete er die Versuche, den Gegner unter Druck zu setzen. Auch »Jojo« Szentgyörgyi war fast die ganze Spielzeit abgemeldet und konnte kaum Akzente setzen.
Varga im Stich gelassen
Als dann zusätzlich die Vorderleute Keeper Varga im Stich ließen, war es auch mit der Konzentration des Ungarn im Partensteiner Gehäuse nicht mehr weit her. »Das Ergebnis ist noch günstiger als der Spielverlauf«, räumte Manfred Wirth ein. Keinen Einfluss habe dabei aber die Bekanntmachung vom Weggang Szentgyörgyis nach Waldbüttelbrunn gehabt.
TSV Partenstein: Varga (Tor), Chr. Diehl, Hanne (Tor, beide n.e.), T. Schreier 4, D. Schreier 1, M. Diehl, Born 3, Steigerwald (n.e.), Baudisch 3, A. Wagenbach, J. Wagenbach 6/6, Szentgyörgyi 4, Hespelein 1, Pürckhauer 1.
Zeitstrafen: Coburg 4, Partenstein 3.
Zuschauer: 90.
Schiedsrichter: Jeckel/Anderlohr (Nürnberg).
Spielfilm: 2:0, 4:2, 6:5, 8:7, 10:8, 12:9, 14:12, 15:14, 18:15, 20:17, 22:19, 25:20, 28:21, 29:23.
Bericht: Steffen Schreck
Dies schreibt Sportfreund Uli Sommerkorn von der Main-Post zu diesem Spiel:
Partenstein ohne Chance
Deutliche Niederlage bei Zweitliga-Reserve in Coburg
Mit der dritten Niederlage in Serie verliert der TSV Partenstein weiteren Boden auf die Tabellenspitze. „Eine richtige Chance hatten wir nie. Der Gegner war schlichtweg besser besetzt als wir“, erklärte TSV-Trainer Manfred Wirth nach der Niederlage bei der Coburger Zweitliga-Reserve, die während der gesamten Spielzeit stets in Führung gelegen hatte.
Die Spessarter hatten in der engen Halle des Bundesgrenzschutzes große Probleme mit der aggressiven Deckung der Oberfranken, welche flüssiges Kombinationsspiel der Gäste weitgehend unterband. Daraus folgten zahlreiche technische Fehler der Gäste. Allein TSV-Torwart Mátyás Varga sorgte mit einer starken Vorstellung im ersten Durchgang dafür, dass die Hausherren nicht noch weiter davonzogen. „Einige unserer Spieler sind dem Druck, den solch eine Deckung aufbaut, noch nicht gewachsen“, erklärte Wirth die Fehler und schickte hinterher: „Das kann man dann auch durch Kampf nicht kompensieren.“ Im Angriff zeigten sich die Coburger dynamisch und durchschlagskräftig. „Das war die beste Mannschaft, gegen die wir bisher gespielt haben“, lobte der TSV-Trainer den Gegner.
Auch Partensteins Torschütze vom Dienst, Joszef Szentgyörgyi, fand keinen Rhythmus. Zeitweise wurde der Ungar mit kurzer Deckung aus dem Spiel genommen, aber auch in den Phasen, in denen er keine Sonderbewachung erhielt, fand er sich nicht wie gewohnt zurecht.
Im zweiten Abschnitt, als bei den Gästen Varga nicht mehr das Niveau der ersten Spielhälfte erreichte, wuchs der Vorsprung der Hausherren weiter – teilweise lag Coburg mit sieben Treffern Differenz in Führung. Am Ende erreichten die Gastgeber einen klaren Sieg, mit dem sie sich im Aufstiegsrennen zurückmeldeten.

